Unser Heim liegt in Finkenwerder, einer Elbinsel im südlichen Teil von Hamburg. Von hier geht es weiter ins „Alte Land“, dem größten Obst- und Gemüseanbaugebiet vor den Toren Hamburgs. Daher haben auch unsere Bewohner, neben ihren durch die Finkenwerder Scholle bundesweit bekannten Faible für Fisch auch eine große Beziehung zu frischem Obst und Gemüse. Eines dieser regionalen Spezialitäten ist das für Außenstehende sicherlich etwas gewöhnungsbedürftige Gericht
„Birnen, Bohnen und Speck“
Dafür wird durchwachsener Bauchspeck weichgekocht und nach und nach kleine grüne Kochbirnen und frische Prinzessbohnen dazugegeben.
Die dabei entsehende (etwas eingedickte) Kochflüssigkeit hat durch das Aroma der Birnen einen originellen aber keinesfalls süßen Beigeschmack und gibt dem Gericht die besondere Note.
Das alles schmeckt natürlich noch besser, wenn man die Bohnen frisch gekauft und selbst geputzt hat. So machten sich unsere fleißigen Damen ans Werk und flugs waren 15 kg grüne Stangenbohnen geputzt. Beim Abholen gab es natürlich wieder das obligate Eis als Belohnung und gleich ein paar Tipps zur „richtigen“ Zubereitung.
So hatten alle was davon, meine „Küchenhilfen“ konnten ihr Kochwissen unter Beweis stellen, hatten mal wenigstens für eine Stunde was zu tun anstatt gelangweilt herumzusitzen und der Koch bekam seine Tipps vor dem Kochen, was allemal besser ist als beim Abservieren, wenn man nichts mehr dran ändern kann.
Und beim Essen erzählten sie stolz ihren Mitbewohnern:
Für die meisten Bewohner ist das Essen eines der wenigen Highlights eines an Abwechslung eh nicht besonders reichen Tages. Auf der anderen Seite hat die Mehrzahl ein Leben lang sich und seine Lieben bekocht und muss sich nun damit abfinden, dass wir Köche es nicht jedem Einzelnen recht machen können. Dies zu akzeptieren, fällt vielen unendlich schwer. Aber wir haben einige Möglichkeiten, ihnen dabei zu helfen.